Fachgebiete am Institut
Kunstgeschichte des Mittelalters
Mittelalterliche Kunstgeschichte beschäftigt sich mit der visuellen Kultur, der Architektur und der künstlerischen Produktion im lateinischen Westen (vom Mittelmeerraum bis nördlich der Alpen) sowie ihrer Wechselwirkungen mit der byzantinischen, islamischen und asiatischen Welt vom etwa fünften bis zum sechzehnten Jahrhundert.
Das Fach erforscht die Monumente, Objekte und Medien, die die mittelalterliche visuelle Kultur prägten – von illuminierten Handschriften, Wandmalerei, Skulpturen, Glasmalerei und Metallarbeiten bis hin zu Kathedralen, Reliquienbehältern und tragbaren Andachtsobjekten. Studierende untersuchen die Kunst des Mittelalters innerhalb religiöser, politischer und sozialer Kontexte, einschließlich ihrer Rolle in Liturgie, Pilgerwesen, Mäzenatentum und kultureller Identität. Die Lehrveranstaltungen verbinden einen historischen Überblick mit thematischen Untersuchungen zu Themen wie Antikenrezeption, christlicher Ikonographie, Theologie, Ritual und Performance, Pilgerkulten, architektonischem Raum, Materialität, Marginalität, Geschlechterrollen und transkulturellen Einflüssen auf mittelalterlichen visuellen Ausdruck. In einem weiteren Sinne werden Kunst und visuelle Kulturen der verschiedenen Epochen, die das sogenannte Mittelalter ausmachten, aus interdisziplinären und globalen Perspektiven betrachtet.
Mit den Forschungsschwerpunkten des Lehrstuhls befassen sich insbesondere Univ.-Prof. Assaf Pinkus (Professur Kunstgeschichte des Mittelalters) und Dr. Christine Beier (Manuskriptforschung/Buchmalerei) sowie in angrenzenden Feldern Univ.-Prof. Dr. Manuela Studer-Karlen (Byzantinische Kunstgeschichte) und Univ.-Prof. Dr. Markus Ritter (Islamische Kunstgeschichte), deren Arbeiten die mittelalterliche Bild-, Objekt- und Architekturkultur in einem transkulturellen Rahmen verbinden.
Prägend für das Profil ist zudem o. Univ.-Prof. i.R. Dr. Michael Viktor Schwarz (Emeritus), ehemals Professur Kunstgeschichte des Mittelalters.
Luzifer, umgeben von den Todsünden. Aus dem Jüngstes Gericht, Sainte-Foy in Conques, Hochrelief, Sandstein, 1125–1150
Professur Kunstgeschichte des Mittelalters
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Assistenzen
Giosuè Fabiano, BA MA PhD
Esther Pitoun, BA MA MA
Professur Byzantinische Kunstgeschichte
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Assistenzen
Natalia Chitishvili, PhD
Ekaterine Karselishvili, BA (Hons) BA (Hons) M.A.
Professur Islamische Kunstgeschichte
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Assistenzen
Aïda El Khiari, PhD
Olga Tortsova, MA
Franziska Niemand, MA
Nehal Al-Shamy, MA
Dr. Maximilian Hartmuth
ehem. Professur Kunstgeschichte des Mittelalters
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Assistenzen
Dr. Tanja Hinterholz, MA
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Projektmitarbeiter*innen
Gabriel Byng, BA MA MA PhD
Raum und Raumlosigkeit in Heinrich Seuses 'Exemplar' (FWF)
Timothy Juckes, BA MA PhD
Visuelle Medien und räumliche Zusammenhänge im vorreformatorischen Mitteleuropa: Das Sakralensemble in der Zips (Slowakei), ca. 1425-1525 (FWF)
Sophie Morawitz, BA MA
Die Stadtpfarrkirche St. Ägidius und Koloman in Steyr:
Architektur, Ausstattung und Nutzung vom Spätmittelalter bis in die Reformation (ÖAW)
Mag. Dr. Barbara Schedl, Privatdoz.
Stifternetzwerke: Die Wiener Großbauprojekte St. Stephan und St. Michael im 15. Jahrhundert (FWF)
Mag. Dr. Michaela Schuller-Juckes
Die illuminierten Handschriften des hohen Mittelalters in der Universitätsbibliothek Graz (FWF)
Kunstgeschichte des Byzanz
Die Byzantinische Kunstgeschichte beschäftigt sich mit der visuellen Kultur des östlichen Mittelmeerraums vom ersten Auftreten christlicher Bilder um 200 n. Chr. bis zur Eroberung von Konstantinopel im Jahr 1453 durch die Osmanen. Ihr geografischer Schwerpunkt liegt im Gebiet des Byzantinischen Reiches – von Konstantinopel und Kleinasien über den Balkan und Griechenland bis nach Syrien, Palästina und Ägypten – und umfasst darüber hinaus Regionen, die kulturell eng mit Byzanz verbunden waren, etwa Süditalien, den Kaukasus und Teile Osteuropas.
Im Zentrum steht die Entwicklung einer eigenständigen christlich geprägten Bild- und Formensprache, die Theologie, Liturgie und Herrschaftsanspruch gleichermaßen sichtbar machte. Das Fach untersucht nicht nur die Ikonographie – also Bildinhalte, Motive und ihre Deutung –, sondern ebenso Architektur, Mosaiken, Wandmalerei, Handschriften, Elfenbeinarbeiten, Metallkunst, Textilien und liturgische Objekte. Dabei werden Fragen nach Funktion, Materialität und Ästhetik ebenso berücksichtigt wie historische, religiöse und gesellschaftliche Zusammenhänge.
Als Brücke zwischen Antike und frühneuzeitlicher Welt prägte Byzanz die Kunst- und Geistesgeschichte Europas und des Nahen Ostens nachhaltig.
Ravenna, San Vitale, südliche Apsiswand (547).
Professur Byzantinische Kunstgeschichte
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Assistenzen
Natalia Chitishvili, PhD
Ekaterine Karselishvili, BA (Hons) BA (Hons) M.A.
Islamische Kunstgeschichte
Der Lehrstuhl für Islamische Kunstgeschichte am Institut für Kunstgeschichte der Universität Wien erforscht materielle, visuelle und architektonische Kulturen des islamischen Weltraums vom frühen Islam bis in die Moderne (ca. 7.–21. Jahrhundert) mit Blick auf Transfer, Rezeption und Historiographie.
Schwerpunkte sind die Architektur und Dekor der Umayyaden (Ḫirbat al-Minya) und Abbasidenpaläste (Malerei, Glasböden, Holzdecken), die Moschee- und Madrasabauten im frühqajarischen Iran (1785–1848), Buchkunst und Epigraphik vom seldschukischen bis zum ilkhanidischen Kontext (u. a. der „Goldkoran“, Frontispize als Mäzenatsstatement), Stoffe und Luxusmaterialien im transkulturellen Verkehr (westasiatische Seiden im spätmittelalterlichen Europa), sowie die Invention und Rezeption „Islamischer Kunst“ in Europa (Historismus, Weltausstellung Wien 1873). Weitere Felder umfassen frühfotografische Praktiken im Nahen und Mittleren Osten und die Archäologie islamischer Bestattungs- und Memorialkulturen. Methodisch werden Archäologie, Bau- und Dekorforschung, philologische und epigraphische Analysen, Medien- und Bildgeschichte mit naturwissenschaftlicher Materialforschung (Glasproduktion, Provenienz) und digitalen Verfahren (GIS, 3D, Bilddatenbanken) verbunden. In der Lehre stehen Arbeiten an Objekten, Handschriften und Inschriften aus Wiener und internationalen Sammlungen, kuratorische Projekte und Exkursionen im Vordergrund. Kooperationen mit Museen, Bibliotheken und Forschungsinstituten sichern interdisziplinäre und globale Perspektiven.
Madrasa des Fathali Schah (Madrasa-i Sultani) in Kashan, Iran. Ansicht der Bethalle vom Hof.
Professur Islamische Kunstgeschichte
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Assistenzen
Aïda El Khiari, PhD
Olga Tortsova, MA
Franziska Niemand, MA
Nehal Al-Shamy, MA
Dr. Maximilian Hartmuth
Kunstgeschichte Ostasiens
Die Kunst Ostasiens findet in Wien seit Jahrhunderten besondere Aufmerksamkeit. Maria Theresia schwärmte 1753, dass sie Lacke und chinesische Tapeten mehr schätze als alle Diamanten. 1873 fanden die weltweit ersten Blockbuster-Ausstellungen zu China und Japan im Prater statt, und bereits 1916 schrieb Josef Strzygowski über chinesische Landschaftsmalerei. 2016 widmete das Kunsthistorische Institut der Kunstgeschichte Asiens einen eigenen Lehrstuhl, den Lukas Nickel mit einem Schwerpunkt auf China und Ostasien aufbaut. Fokusse liegen auf dem Ersten Kaiser (Qin Shi Huangdi), der buddhistischen Kunst, sowie der traditionellen Architektur und Malerei. Besonderes Augenmerk gilt den Verbindungen zwischen der Kunst Ostasiens und Europas, von der Aufnahme hellenistischer Elemente in China im 3. Jh. v.u.Z über den Austausch entlang der Seidenstraße bis zur Rezeption chinesischer Kunst in Österreich und Europa im 18. Jh. (Chinoiserie) und 19. Jh. (die Wiener Weltausstellung).
Die Lehre ist forschungsorientiert und ermutigt Studierende, bei der Untersuchung von historischen Sammlungen und Ausstellungen Wissen zu generieren und zu verbreiten (China auf der Weltausstellung Webseite). In Seminaren, Vorlesungen und Exkursionen (bisher nach China, Japan, England, Frankreich und Italien) stehen die Objekte im Mittelpunkt, an denen sie ihr kunsthistorisches Handwerkszeug schärfen und eigene Interessen entwickeln. Die Abschlussarbeiten reflektieren den breiten Wirkungsbereich des Lehrstuhls und zeichnen sich durch eine besondere Vielfalt von Themen aus (Abschlussarbeiten). Absolventinnen finden unter anderem in Museen und Galerien, Auktionshäusern, Bibliotheken und Archiven sowie im akademischen Bereich eine Anstellung.
Kenntnisse von ostasiatischen Sprachen sind hilfreich, aber keine Bedingung für die Mitarbeit an Kursen und Projekten. Notwendig hingegen sind wacher Verstand, aufmerksamer Blick, und die Lust, sich mit fremden Kunstwerken zu beschäftigen.
Detailansicht des Konsolensystems (auch bekannt als Dougong) des Foguang-Tempel (佛光寺, Fóguāng Sì) in der chinesischen Provinz Shanxi (Kreis Wutai).
Professur Asiatische Kunstgeschichte
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Assistenzen
Iveta Duchacova, MA
Alexandra Kobalt, MA
Manlu Wang, MA
Kunstgeschichte der Renaissance
Renaissance (französisch für Wiedergeburt) bezeichnet die europäische Kunst des 15. und 16. Jahrhundert. Als Einschnitt gegenüber dem „Mittelalter“ kann die Zeit um 1420 gelten, als in Florenz grundlegende Neuerungen in der Architektur (antike Säulenordnungen an Stelle gotischer Bauweise), Malerei und Grafik (Einführung der Zentralperspektive) und Skulptur (freistehende antikisierende Figur) eingeführt wurden. Diese haben sich zuerst in Italien, später in weiten Teilen des europäischen Kontinents durchgesetzt.
Schwerpunkte liegen auf Kunst der Renaissance in Italien und Kunsttheorie (Univ.-Prof. Dr. Raphael Rosenberg) und Gender (Hon.-Prof. Mag. Dr. Marianne Koos).
Grabmal des Lorenzo de Medici, 1475, Medici Kapelle, Neue Sakristei, San Lorenzo, Florenz.
Professur Mittlere und Neuere Kunstgeschichte
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Assistenzen
Dr. Pablo Silveira da Fontoura, BSc MSc master
Zoya Dare, BA MA
Teresa Kamencek, BA MA
Carola Korhummel, BA MA
Xingyu Long, BSc Msc Msc
Seda Pesen, BA MA
Projektmitarbeiter*innen
Chao-Shan Hsu, MA
Culture Writes, Eye Decodes: Oculometric Insights into Art Perception (Stipendium)
Sara Leitner, BA BA MA
The Museum Gaze (FWF)
Labor für empirische Bildwissenschaft (CReA)
Neuere europäische Kunstgeschichte (1450-1900)
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Assistenzen
Victoriia Bazyk, BA MA MA
Kunstgeschichte des Barock
Am Lehrstuhl für Neuere Kunstgeschichte mit Schwerpunkt im Barock stehen in Lehre und Forschung die italienische Kunst des 17. und 18. Jahrhunderts und ihre europaweite Ausstrahlung im Zentrum. Dazu gehören Künstler wie Caravaggio und die Carracci, Bernini und Borromini, Pietro da Cortona und Carlo Maratti, ebenso wie Rubens und Velázquez, Charles Lebrun oder Johann Bernhard Fischer von Erlach. Viele zentrale Aspekte der Moderne sind gerade in diesen Jahrhunderten grundgelegt, etwa die zunehmende Autonomie des Künstlers und die Ausdifferenzierung der Gattungen, die Entstehung des internationalen Kunstmarkts, das Konzept des Gesamtkunstwerks und eine wirkungsästhetische, Betrachter zentrierte Kunstauffassung. Schwerpunkte der Forschungen liegen auf Kunst und Kunstpatronage des päpstlichen Rom und der Malerei Neapels, aber auch auf den produktiven Wechselwirkungen zwischen bildender Kunst und Literatur, von Dante und Petrarca bis zu Tasso und Marino, und der bedeutenden Rolle literarischer Akademien als Kristallisationspunkten des Kunst- und Kulturtransfers. Der Komplexität der Themen entspricht die Breite der theoretischen und methodischen Zugänge, die von Stilanalyse und Ikonographie bis zu Provenienzforschung, Netzwerkanalyse und wirkungsästhetischen Ansätzen reichen und neben kunsthistorischen auch historische, soziologische und literaturwissenschaftliche Methoden einbeziehen.
Besonderes Anliegen ist es, Forschung und Lehre international zu vernetzen und langfristige Kooperationen aufzubauen. Dazu zählen die regelmäßigen, interdisziplinären Tagungen in Kooperation mit der Universität Basel, deren Ergebnisse in der Reihe „Refigurationen. Italienische Literatur und Bildende Kunst“ vorliegen, ebenso wie das 2016 gegründete und in der Aufbauphase vom BMBWF geförderte Vienna Center for the History of Collecting. Zahlreiche Forschungsprojekte, Masterarbeiten, Dissertationen und Habilitationsprojekte sind in diesem Themenfeld angesiedelt und werden in einer eigenen Publikationsreihe „Sammler, Sammlungen, Sammlungskulturen in Wien und Mitteleuropa. Forschungen aus dem Vienna Center for the History of Collecting“ publiziert. Die zugehörige Datenbank dokumentiert Sammlerinnen und Sammler, Sammlungen und Auktionen in Wien vom 17. bis zum 20. Jahrhundert und bildet ein wichtiges Instrument der internationalen Vernetzung. Der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses dient auch der jährlich stattfindende internationale Studienkurs „Theorie und Praxis der Zeichnung. Kennerschaft – Sammlungsdiskurse – Kuratorische Praxis“. Er richtet sich an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die sich in ihren Forschungen mit Zeichnungen und Druckgrafik beschäftigen, und wird in Kooperation mit der ALBERTINA veranstaltet und durch die Wolfgang Ratjen Stiftung gefördert.
Lehrstuhl für Neuere Kunstgeschichte mit Schwerpunkt im Barock: Univ.-Prof. Dr. Sebastian Schütze, derzeit Rektor der Universität Wien; die Vertretung liegt bei Univ.-Prof. Dr. Lucia Simonato. Zum Arbeitsschwerpunkt Kunstgeschichte im Barock tragen wesentlich auch Dr. Silvia Tammaro und Dr. Francesca Croce bei.
Caravaggio, Die Musiker, 1594/95, New York, Metropolitan Museum of Art.
Professur Neuere Kunstgeschichte (mit Schwerpunkt in Barock)
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Assistenzen
Dr. Francesca S. Croce
Mag. Mag.art. Dr. Anna Reisenbichler
Dr. Silvia Tammaro
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Projektmitarbeiter*innen
Dr. Silvia Tammaro
Luigi Girolamo Malabaila di Canale: Kunstsammler und Agent (FWF)
Professur Europäische Kunstgeschichte der Frühen Neuzeit (mit Schwerpunkt in Barock)
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Studienassistenz
Marleen Liebl
Kunstgeschichte der Moderne
Der Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Moderne erforscht Kunst vom 19. bis in die Gegenwart. Einige Schwerpunkte variieren mit wechselnden Mitarbeiter:innen. Sie liegen zur Zeit unter anderem auf der (französischen) Malerei des 19. und frühen 20. Jahrhunderts und auf dem Verhältnis von Kunst und Psychoanalyse in der Kunst seit den 60er Jahren. Konstante Arbeitsschwerpunkte sind die mit dem Werk Marcel Duchamps verbundenen Entwicklungen institutionskritischer Kunst seit den sechziger Jahren und die Geschichte und Theorie der Abstraktion in der klassischen Moderne. Weitere Schwerpunkte sind die Theorie der Linearperspektive und das mit ihr verbundene Verhältnis von Bild und (Licht-)Projektion, wie schließlich die Geschichte der Landschaftsmalerei. Ein aktuelles Forschungsprojekt (Site Complexes. Responsive Practices for the 21st Century, gefördert von der NOMIS-Foundation) ist den Entwicklungen ortsspezifischer Kunst und Architektur im Zeichen der technologischen Entwicklungen und der ökologischen Krise der letzten Jahrzehnte gewidmet.
Methodisch ist die Verbindung von deskriptiven und form- und strukturanalytischen Verfahren mit einer sozial-, ökonomie- und technikgeschichtlichen Kontextualisierung ein zentrales Anliegen. Leitend sind dabei besonders in der Lehre Fallstudien: die Auseinandersetzung mit einzelnen Werken und Œuvres, an denen sich die größeren Zusammenhänge exemplarisch lesen lassen – ergänzt um die unmittelbare Anschauung der Objekte in Ausstellungen und Sammlungen.
Dan Graham, Public Space/Two Audiences, 1976, 37. Biennale von Venedig. Foto: Eustachy Kossakowski.
Professur für Neueste Kunstgeschichte
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Assistenzen
Dr. David Misteli
Deborah Müller, BA BA MA
Katrin Pirner, BA MA
Sophia Rohwetter, MA
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Projektmitarbeiter*innen
Dr. Christoph Chwatal
Site Complexes: Responsive Practices for the 21st Century (NOMIS)
ao. Professur Neueste Kunstgeschichte
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Forschungsschwerpunkte
- Bildtheorie
- Theorie und Geschichte der Zeichnung
- Kunst seit ca. 1750
Professur Mittlere und Neuere Kunstgeschichte
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Assistenzen
Dr. Pablo Silveira da Fontoura, BSc MSc master
Zoya Dare, BA MA
Teresa Kamencek, BA MA
Carola Korhummel, BA MA
Xingyu Long, BSc Msc Msc
Seda Pesen, BA MA
Projektmitarbeiter*innen
Chao-Shan Hsu, MA
Culture Writes, Eye Decodes: Oculometric Insights into Art Perception (Stipendium)
Sara Leitner, BA BA MA
The Museum Gaze (FWF)
Labor für empirische Bildwissenschaft (CReA)
Kunstgeschichte der Gegenwart
Der Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Gegenwart untersucht Kunst und im Speziellen künstlerische Praktiken seit den 1960er Jahren bis heute.
Das konkrete Profil des Lehrstuhls variiert je nach Stelleninhaber:in der 5-jährigen Professur. Derzeit hat die Stelle Univ.-Prof. Dr. Friederike Sigler, MA inne.
Im Zentrum der Lehre stehen Kunst und künstlerische Praktiken in ihrem sozialen, politischen, geografischen und ökonomischen Kontext. Ziel ist es, den Studierenden Grundlagen zu unter anderem künstlerische Techniken, Materialien, Medien und Theorien zu vermitteln, aktuelle Diskurse zu besprechen und sie zu befähigen, Kunstwerke aus unterschiedlichen und neuen Fragestellungen heraus zu analysieren und zu diskutieren. Regelmäßig nimmt die Lehre hierfür Bezug auf das aktuelle Ausstellungsprogramm der Wiener Kunstinstitutionen und findet vor Ort statt.
Weitere Schwerpunkte der Lehre liegen aktuell aufgrund des Forschungsprofils von Friederike Sigler auf der künstlerischen Auseinandersetzung mit Arbeit und Care-Arbeit, auf Diskursen um Materialität und Produktion und auf der Faschismusrezeption sowie dem Umgang mit Kunst innerhalb der Neuen Rechten. Mitgestaltet wird die Lehre im Bereich der Gegenwart außerdem von den Vertreter:innen des Mittelbaus und Lehrbeauftragten.
Melo Börner
The Vulnerable Disoriented and Rejected
Installation / trigger phantom dance Performance
Ansicht: Galerie Stephanie Kelly, 2023
Professur für Gegenwartskunst
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Assistenzen
Rebecca Schmidt, MA
Professur für Neueste Kunstgeschichte
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Assistenzen
Dr. David Misteli
Katrin Pirner, BA MA
Sophia Rohwetter, MA
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Projektmitarbeiter*innen
Dr. Christoph Chwatal
Site Complexes: Responsive Practices for the 21st Century (NOMIS)
Kunstgeschichte in Österreich und Mitteleuropa
An der Universität Wien hat die Beschäftigung mit regional oder lokal verorteten und dabei immer auch in größere europäische Zusammenhänge eingebetteten künstlerischen Phänomenen eine Tradition, die bis in die Anfänge des Instituts für Kunstgeschichte Mitte des 19. Jahrhunderts zurückreicht. Während die österreichische Kunst damals ganz selbstverständlich als Teil der Kunst der Habsburger Monarchie behandelt wurde, stand ihre Erforschung im Gefolge der politischen Umbrüche nach 1918 lange Zeit hindurch nicht selten unter dem Vorzeichen der Abgrenzung und Herausarbeitung vermeintlich „nationaler“ Charakteristika. Nach 1945 war es lange Zeit hindurch schwer, diese neu gezogenen Grenzen zu überwinden. Heute, in Folge des europäischen Einigungsprozesses, ist unbestritten, dass zu einem vertiefenden Verständnis der österreichischen Kunstgeschichte der größere (mittel-)europäische Kontext unerlässlich ist. Lehre und Forschung zur Kunst in Österreich und Mitteleuropa tragen so auch zum Verständnis jenes vielfältigen und komplexen, durch eine gemeinsame Geschichte verbundenen Kulturraumes bei, der in Wien ein lange Zeit hindurch prägendes Zentrum besitzt.
Blumenornament von Alois Ludwig an der Fassade eines der von Otto Wagner entworfenen Gebäude: Majolikahaus (Wienzeile 40, 1060 Wien), 1898.
Senior Scientist Kunstgeschichte Mitteleuropas
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Lehrveranstaltungen mit Bezug zu Österreich und Mitteleuropa
Wintersemester 2026/27
Vorlesungen
- 080017 VO Bernini und die barocke Bildhauerei in Europa (1620-1755)
- 080033 VO Baukultur des Mittelalters - Fokus Wien und Umgebung
Übungen:
- 080114 UE Übung: Österreichische Künstlerinnen im Exil - Zum Leben und Werk der vom NS-Regime verfolgten Künstlerinnen
- 080034 UE Übung: The Vienna School of Art History: (Ir)relevance of its Past, Present, and Future
- 080111 UE Übung: Museale Praxisfelder
- 080098 UE Übung: War es ein Musterbuch? - Zur Debatte über künstlerische Überlieferung im mittelalterlichen Europa
Exkursionen:
- 080021 EX Kunst in Wien: Repräsentation der Habsburger
- 080041 EX Kunst in Wien: Islamische Kunst in Wiener Sammlungen
- 080045 EX Kunst in Wien: Arbeiten mit Archiven
- 080058 EX Kunst in Wien: Zeitgenössische Kunst in Wien
- 080066 EX Kunst in Wien: Making Medieval Art: Techniques, Materials, and Meaning in Vienna's Collections
- 080084 EX Kunst in Wien: Aktuelle Ausstellungen in Wien
- 080107 EX Kunst in Wien: Dom Museum Wien Backstage - Schausammlung und Ausstellung "tierisch menschlich"
- 080019 EX Exkursion: Innsbruck und Umgebung
- 080094 EX Exkursion: Linz und Umgebung
Fallstudie:
- 080038 PS Fallstudie II/III: Islamische Kunst in Wien
- 080085 PS Fallstudie II/III: Die Secessionen in München, Wien und Berlin (1892-1914)
Seminare:
- 080062 SE Wiener Architektur um 1700: Von Repräsentation und Fragen des Stils
- 080065 SE Stephansdom als Schauraum
- 080067 SE Architektur aus der Fabrik. Das Büro Fellner & Helmer
- 080016 SE Die Reichskrone (Kaiserliche Schatzkammer, Wien) - Datierung, Lokalisierung, Werkgenese. Inklusive kritischem und produktivem Umgang mit KI
- 080026 SE Europäische Landschaftsmalerei im 19. Jahrhundert
- 080054 SE Soliman und mehr. Darstellung Schwarzer Menschen in Wien
Cultural Heritage
Das Forschungsfeld der Kulturerbestudien (Heritage Studies) befasst sich mit der Frage, wie materielle und immaterielle Zeugnisse ausgewählt, bewahrt und bestimmten gesellschaftlichen Gruppen als bedeutsam zugeschrieben werden. Unser Verständnis von kulturellem Erbe ist dabei bewusst weit gefasst:
Es umfasst unterschiedlichste Hervorbringungen – von einzelnen Kunstwerken bis hin zu ganzen Städten –, die ohne zeitliche oder kulturelle Begrenzung untersucht werden. Darüber hinaus richtet sich unser Interesse nicht allein auf die Objekte selbst, sondern ebenso auf die Prozesse ihrer Konstituierung als kulturelles Erbe.
Im Mittelpunkt stehen die politischen, sozialen und institutionellen Aushandlungen, durch die etwas als schützenswert definiert wird – ebenso wie die vielfältigen Praktiken, die von der Konservierung über die Inszenierung bis hin zur bewussten Zerstörung reichen.
Detailaufnahme Mosaik, Hausfassade Zaunergasse / Marokkanergasse, Wien.
Professur Cultural Heritage
<--> Brücken-Professur mit Fakultätszentrum für transdisziplinäre historisch-kulturwissenschaftliche Studien
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Assistenzen
Dr. Laura Bohnenblust
Mariama De Brito Henn, BA MA
Anna-Marie Kroupova, BA BA MA
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Projektmitarbeiter*innen
Univ.-Prof. Dr. Dr. Noémie Etienne
Global Conservation: Histories and Theories (GloCo)
Globale Konservierung: Geschichten und Theorien (GloCo), 16. bis 21. Jahrhundert
Global Conservation: Histories and Theories (16th-21st century( (GloCo) ist ein vom European Research Council (Consolidator Grant) finanziertes Forschungsprojekt, das die Geschichte und die Theorien der Konservierung von materieller Kultur auf globaler Ebene vom 16. bis zum 21. GloCo betrachtet Konservierung und Restaurierung als eine Reihe von kulturellen und technologischen Praktiken, die darauf abzielen, Kunst und materielle Kultur zu bewahren und zugänglich zu machen (oder nicht). GloCo entwickelt einen innovativen Rahmen und konzentriert sich auf die Untersuchung einer sorgfältig ausgewählten Auswahl von Objekten. Das Projekt befasst sich mit den fehlenden Geschichten und Theorien zur Erhaltung der (im)materiellen Kultur auf globaler Ebene. Die Teammitglieder*innen kommen aus Kamerun, Senegal, Aotearoa-Neuseeland, Thailand und Österreich.
Museum Studies
Museum Studies untersucht, was Museen ausmacht, in welchen Formen sie auftreten und wie sie operieren. Im Unterschied zur klassischen Museologie, Museografie oder dem Museumsmanagement verortet der akademische Schwerpunkt Museen in ihren gesellschaftlichen Zusammenhängen. Damit wird die Transformation des Museums zum öffentlich relevanten Akteur reflektiert, die sich seit dem 20. Jahrhundert im Spannungsfeld emanzipatorischer, liberaler, konservativer und autoritärer Bewegungen vollzieht.
Am Institut für Kunstgeschichte verbindet Museum Studies Ansätze der Geschichts-, Kunst-, Kultur- und Sozialwissenschaften in Forschung, Mentoring und Lehre zu einer historisch situierten Auseinandersetzung mit dem Museum. Im Zentrum steht die Frage, inwiefern insbesondere Kunstmuseen als gesellschaftliche Aushandlungsräume verstanden werden können, in denen koloniale und nationalstaatliche Prägungen ebenso wie aktuelle Entwicklungen und Debatten um Digitalisierung, ökologische und technologische Transformation, kulturelle Diversität, Zugänglichkeit und Partizipation auf spezifische Weise zur Disposition stehen. Fokussiert werden Sammlungs-, Konservierungs-, Ausstellungs- und Vermittlungspraktiken sowie räumliche, visuelle und diskursive Ordnungen und institutionelle (Infra-)Strukturen in ihren Wechselwirkungen mit Öffentlichkeiten und außermusealen Kontexten.
Im Schwerpunkt Museum Studies treffen historische und theoretische Perspektiven auf praktische Zugänge. Kooperationen mit Kunstinstitutionen im In- und Ausland fließen in die Lehre ein und ermöglichen Einblicke in die Museumsarbeit und verschiedene museale Berufsfelder.
Patio aus der Burg von Vélez Blanco, 1506–15.
Tenure Track Professur für Museologie
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