Univ.-Doz. Dagmar Thoss

Zimmer: 3H EG 22 (Pächt-Archiv)
T: +34 1 4277 41467
E: dagmar.jakubetz-thoss@univie.ac.at


Akademischer Werdegang

1961 Beginn des Dolmetschstudiums für Französisch an der Universität Wien
1963 Stipendium an der Universität Lausanne
1965 Fortsetzung des Dolmetschstudiums in Wien, Inskription der Fächer Romanistik und Kunstgeschichte 1965 Fachprüfung für Übersetzer
1966 Diplomprüfung für Dolmetscher 1970 Promotion zum Dr. phil. (Romanistik)
1969-1970 Werkvertrag mit der Österr. Akademie der Wissenschaften seit
1970 Forschungsassistentin bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
1992 Lehrauftrag an der Hochschule für angewandte Kunst, Universitätsdozent für Mittlere Kunstgeschichte

Dagmar Thoss war an der Akademie der Wissenschaften Mitarbeiterin am beschreibenden Verzeichnis "Die illuminierten Handschriften und Inkunabeln der Österreichischen Nationalbibliothek" beteiligt, das bis zu seinem Tod unter der Leitung Otto Pächts stand. Sie bearbeitete mit die "Französische Schule I und II" (1974/77) und die "Flämische Schule I"(1983). Sie verfaßte die Kataloghandbücher zu den beiden Ausstellungen der Österreichischen Nationalbibliothek "Französische Gotik und Renaissance in Meisterwerken der Buchmalerei" (1978) und "Flämische Buchmalerei. Handschriftenschätze aus dem Burgunderreich" (1987).

Weitere Veröffentlichungen sind u.a. (jeweils gemeinsam mit Ulrike Jenni) die Herausgabe und Kommentierung der Faksimile-Ausgabe des "Schwarzen Gebetbuchs" (1982/83) und die Herausgabe von "Otto Pächt - Buchmalerei des Mittelalters" (1984). Fertigstellung der Reihe "Flämische Schule" aus den Beständen der ÖNB.

Publikationen

Studien zum locus amoenus im Mittelalter (Wiener Romanistische Arbeiten X), Wien 1972. Ein Prosa-Tristan aus dem Besitz des Duc de Berry in der Österreichischen Nationalbibliothek (Cod. 2537), in: Codices manuscripti 3 (1977), 66-72.

Französische Gotik und Renaissance in Meisterwerken der Buchmalerei, Katalog zur Ausstellung der Handschriften- und Inkunabelsammlung der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien, Graz 1978.

Einleitung zum Bildband "Tristan und Isolde" nach Cod. 2537 der Österreichischen Nationalbibliothek, Genf 1978.

Lexikon des Mittelalters (Artemis-Verlag, München), Artikel "Französische Buchmalerei von 1200 - 1500", Band II, 1983, 855-858; "Coeur-Meister" und "Colombe", Band III, 1986, 19 u. 50.

Die bebilderten Handschriften der Bibliothek des Prinzen Eugen von Savoyen, in: Bibliotheca Eugeniana, Die Sammlungen des Prinzen Eugen von Savoyen, Ausstellung der Österreichischen Nationalbibliothek und der Graphischen Sammlung Albertina, Wien 1986, 131-145.

Frauenerziehung im späten Mittelalter, in: Frau und spätmittelalterlicher Alltag, hsg. Von H. Kühnel (Veröffentlichungen des Institutes für Mittelalterliche Realienkunde Österreichs Nr. 9, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-historische Klasse, Sitzungsberichte, 473. Bd.), Wien 1986.

Einleitung und kodikologische Beschreibung zur Farbmikrofiche-Edition von Cod. 2624 der Österreichischen Nationalbibliothek, Publius Ovidius Naso, Héroides, traduites en vers français par Octovien de Saint-Gelais (Codices illuminati medii aevi 1), München 1986.

Georg Hoefnagel und seine Beziehungen zur Gent-Brügger Buchmalerei, in: Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen in Wien, Bd. 82/83 (1986/87), 199-211.

Flämische Buchmalerei, Handschriftenschätze aus dem Burgunderreich (Ausstellung der Handschriften- und Inkunabelsammlung der Österreichischen Nationalbibliothek), Graz 1987.

Einleitung und kodikologische Beschreibung zur Farbmikrofiche-Edition von Cod. 2571 der Österreichischen Nationalbibliothek, Benoît de Saint-Maure, Roman de Troie (Codices illuminati medii aevi 10), München 1989.

Le livre du Roy Modus, Kodikologie / Text / Stil im Kommentar zur Faksimile-Ausgabe von MS 10.818-19 der Bibl. Royale Albert Ier; Bruxelles, Graz 1989. Das Epos des Burgunderreiches, Girart de Roussillon, Graz 1989.

Der "Meister des Schwarzen Gebetbuchs": ein holländischer Buchmaler?, in: Proceedings of the Congress of Medieval Manuscript Illumination in the Northern Netherlands (Utrecht, 10-13 Dezember 1989), Gent 1991.

Das Buchaltärchen Philipps des Guten von Burgund, Kommentar zur Faksimile-Ausgabe von Cod. 1800 der Österreichischen Nationalbibliothek (Mit-Autor: O. Mazal), Luzern 1991.

Das Croy-Gebetbuch, Kommentar zur Faksimile-Ausgabe von Cod. 858 der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien (Mit-Autor: O. Mazal), Luzern 1993.

"Les Trahisons de France". Text und Bild im französisch-burgundischen Konflikt (1407-1477), Festschrift für G. Schmidt, Wiener Jahrbuch für Kunstgeschichte Bd. XLVI/XLVII (1993/94), 757-761.

Stilkritische Oeuvrezusammenstellung und dokumentarische Evidenz - Konkordanzprobleme in der flämischen Buchmalerei. Vortrag aus der Reihe "Herbst des Mittelalters" (Symposium Österreichische Nationalbibliothek 1987), in: Byzanz, Islam, Abendland. Beiträge zur Geschichte und Kultur des Mittelalters aus Vortragsreihen der Österreichischen Nationalbibliothek, hsg. Von O. Mazal, Wien 1995.

Flemish Miniature Painting in the Alamire Manuscripts, in: The Treasury of Petrus Alamire. Music and Art in Flemish Court Manuscripts 1500-1535, 53-62.

Gemeinsam mit Otto Pächt: Projekt: Illuminierte Handschriften der Österreichischen Nationalbibliothek Die illuminierten Handschriften und Inkunablen der Österreichischen Nationalbibliothek, Fortsetzung des Beschreibenden Verzeichnisses der illuminierten Handschriften der Nationalbibliothek in Wien, hsg. Von O. Pächt, seit 1989 von G. Schmidt, Reihe I der Veröffentlichungen der Kommission für Schrift- und Buchwesen des Mittelalters, hsg. H. Hunger, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Denkschriften der philosophisch-historischen Klasse: Französische Schule I, 2 Bände, Wien 1974 ( Reihe I, Band 1, Denkschriften Band 118).

Französische Schule II, 2 Bände, Wien 1977 (Reihe I, Band 2, Denkschriften Band 128).

Flämische Schule I (Mit-Autor U. Jenni), 2 Bände, Wien 1983 (Reihe I, Band 6, Denkschriften Band 160).

Flämische Schule II (Otto Pächt [+]), 2 Bände, Wien 1991 (Reihe I, Band 7, Denkschriften Band 212).

Gemeinsam mit Ulrike Jenni: Das Schwarze Gebetbuch (Gebetbuch des Galeazzo Maria Sforza), Codex 1856 der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Kommentar zur Faksimile-Ausgabe, Frankfurt 1982.

Herausgabe von "Buchmalerei des Mittelalters" von Otto Pächt, München 1984